Switzerland

Oskar Caprez † (Chur)

Taken from Gutzmann-Festschrift (1980) and completed by an up-date from Karel Vrticka (Lucerne)

In der folgenden Schilderung soll im wesentlichen auf die Entwicklung der Phoniatrie als eines ärztlichen Spezialgebietes eingegangen werden. Schon im vorigen Jahrhundert haben einzelne initiative Ärzte und vor allem Pädagogen sich mit Fragen der Hör-, Stimm- und Sprachheilkunde beschäftigt. Im Vordergrund stand die Betreuung von Taubstummen und hochgradig Schwerhörigen, gefolgt von später sich allmählich anbahnenden Behandlungen von Stottern und Stammeln.
Wir müssen annehmen, daß der Zürcher Ohrenarzt, Dr. med. O. Laubi. als erster eine eigentliche phoniatrische Tätigkeit ausübte. So finden wir in den Akten des Schulamtes der Stadt Zürich erstmals Notizen über seine Tätigkeit als Leiter eines ambulanten Unterrichts für sprachgebrechliche Kinder. 1918 wurde Laubi durch den damaligen HNO-Klinikdirektor Prof. Dr. F. Nager an seine Klinik berufen mit dem Auftrage, eine öffentliche Sprechstunde für Stimm- und Sprachgebrechen. verbunden mit Ablese-Unterricht für Schwerhörige, zu übernehmen. Diese Tätigkeit beruhte auf ehrenamtlicher Grundlage. Leider gelang es nicht, für diese Tätigkeit eine tragbare finanzielle Lösung zu finden, so daß Laubi sich ein Jahr später von der Leitung dieser Sprechstunde zurückzog und sich ganz auf seine Privatpraxis beschränkte.
Wenn wir den Namen Max Nadoleczny erwähnen, so ist wohl den wenigsten bekannt, daß er als Sohn des in Zürich eingebürgerten österreichischen Offiziers a.D. Johann Nadoleczny und der Marie geb. Sulzberger, Tochter eines bekannten Juristen und Politikers, in Zürich geboren wurde. Fünf Jahre später übersiedelten seine Eitern nach München, das nach Abschluß seiner Studienzeit seine neue Heimat werden sollte. Sein Medizinstudium absolvierte er an den Universitäten Kiel, Berlin und München. Die Ausbildung als HNO-Arzt erhielt er an den Münchner HNO-Polikliniken, in Turin bei Gradenigo sowie in Paris bei Lermoyez. Für sein späteres Wirken wegweisend war sein Aufenthalt 1900 bei seinem hochverehrten Lehrer Gutzmann in Berlin. Nach seiner Niederlassung 1901 als Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten, Sprach- und Stimmstörungen in München, folgte die ehrenamtliche Tätigkeit als Consiliararzt am Kinderhospital München-Nord, dem späteren Gisela-Kinderhospital. 1910 erhielt er den Auftrag, an der Universitäts-Klinik für Ohrenkranke eine Abteilung für Sprach- und Stimmkranke zu errichten. Seine Habilitierung erfolgte 1922. Noch im gleichen Jahr, nach dem Tode seines Lehrers Hermann Gutzmann, erhielt er einen ehrenvollen Ruf als dessen Nachfolger nach Berlin. Im Anschluß an seine Ablehnung hat die Bayrische Regierung ihn zum außerordentlichen Professor ernannt und ihm einen Lehrauftrag für Sprach- und Stimmheilkunde übertragen.

1925 gründete er die Deutsche Gesellschaft für Sprach- und Stimmheilkunde und war deren Vorsitzender bis 1936. Im Anschluß an seinen Rücktritt wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft verliehen. Nach fast 40-jähriger Tätigkeit in München, etwas erleichtert durch die Ungunst der Zeit - inzwischen war der zweite Weltkrieg ausgebrochen - kehrte ei’ in seine Vaterstadt Zürich zurück, wo er die nötige Muße suchte, in Ruhe an die Vollendung seiner wissenschaftlichen Arbeiten zu gehen. Er eröffnete 1940 in Zürich seine Praxis und fand in kurzer Zeit einen großen und dankbaren Patientenkreis. Am Zürcher Heilpädagogischen Seminar begann er, Vorlesungen über Phoniatrie und Logopädie zu halten, für die er viele Zuhörer gewann. Es stimmt uns aber nachdenklich, daß es ihm nicht ermöglicht werden konnte, an der Züricher Medizinischen Fakultät Eingang zu finden.

Wenn anderweitig hervorgehoben wird, er sei so richtig zum Verwalter und Mehrer des Gutzmann’schen Erbes geworden, so müssen wir Schweizer dem anfügen, daß er für uns Vater einer schweizerischen Phoniater- und auch Logopädengeneration geworden ist. War es doch eine glückliche Fügung, daß eine Reihe Schweizer Ärzte und Logopäden ihren Weg zu Nadoleczny in München gefunden hat. Ihnen wurde vom Erbe Gutzmanns vieles übermittelt. Die Persönlichkeit von Nadoleczny selbst vermochte seine Schüler für die Phoniatrie zu begeistern und in ihnen das Verantwortungsgefühl zu wecken, das Gehörte und Gesehene an ihrem neuen Wirkungsort zu brauchen und an der Weiterentwicklung des Faches, jeder an seinem Ort, selbst weiterzuarbeiten.

Von seinen Schweizer Schülern muß eine Dame besonders erwähnt werden, nämlich Eva Bernoulli in Basel. Sie hat als erste in ihrer Heimatstadt im Sinne Nadolecznys Logopädie betrieben, wo sie lange Jahre allein stand, und erst später kam ihr die Anerkennung zu, die sie verdiente.

Ihre große humanistische Bildung, ihre feingepflegte Sprache und ihr besonderes didaktisches Können begeisterte alle jene, wenn auch ihre Zahl nicht groß war, die mit ihr in näheren Kontakt kamen. Sie gehörte zu jenen, die ohne ärztliche Fachausbildung ganz außerordentlich viel über die eigentliche Phoniatrie wußte. Immer wieder versuchte sie Ärzten die Phoniatrie nahezubringen und vor allen Dingen Ärzte zu überzeugen. wie notwendig es wäre, daß gerade die Schulmedizin sich vermehrt der Phoniatrie annehmen sollte. Als ehemalige Mitarbeiterin von Frau Fernau-Horn hielt sie im Rahmen der Schweizerischen Gesellschaft für Phoniatrie. Logopädie und Audiologie eine Gedenkrede über Leben und Wirken von Frau Fernau, die alle Anwesenden tief beeindruckte. Es war nicht nur der vollendete Stil, sondern auch die gepflegte Ausdrucksweise ihrer Vortragssprache.

Von den Zürcher Ohrenärzten kam als erster Dr. med. K. Kistler zu Nadoleczny und übernahm 1928 die seit dem Weggang von Dr. Laubi an der ORL-Klinik verwaiste phoniatrische Sprechstunde während etwa vier Jahren. Anschließend widmete er sich hauptsächlich dem ersten Zürcher Sprachheil-Kinderheim ,,Schwyzerhüsli“ bis in sein hohes Alter. Eine zunehmende Schwerhörigkeit, die schließlich fast zur Ertaubung führte, zwang ihn schließlich, seine Tätigkeit aufzugeben. Kistler war es, der immer wieder seine Kollegen, hauptsächlich die Ohrenärzte, ermunterte, sich vermehrt sprachgebrechlicher und schwerhöriger Patienten anzunehmen. So war er äußerst aktiv innerhalb der während des zweiten Weltkrieges gegründeten Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Logopädie Auch beim Bund Schweizerischer Schwerhörigenvereine stand er seit dessen Gründung immer in vorderster Linie und hat sich auch sehr um die reinen sozialen Fragen der Sprachgebrechlichen und Schwerhörigen, auch Taubstummen, gekümmert. Wir möchten besonders hervorheben. daß in der italienischen Schweiz er es war, der Ärzte und Behörden immer wieder auf die Probleme der Sprachgebrechlichen, Schwerhörigen und Taubstummen aufmerksam machte und aktiv an den dortigen Bestrebungen teilnahm.
Hört man in Fachkreisen über Phoniatrie in der Schweiz, so spricht man sicher von unserem größten Wissenschaftler, nämlich Prof. Dr. med. Richard Luchsinger. In Glarus aufgewachsen, begann er sein Medizinstudium zunächst in Basel, wo er die beiden Propädeutica absolvierte. Für das nachfolgende klinische Studium zog er nach Zürich, wo er 1926 mit dem Staatsexamen abschloß. Während eines Volontariates an der Medizinischen Klinik in Lausanne promovierte er mit einer Arbeit ,,über die isoelektrischen Punkte des Blutes unter besonderer Berücksichtigung der Syphilis“. Es folgte eine anderthalbjährige medizinische und chirurgische Ausbildung am Kantonsspital Glarus. Anschließend Beginn einer dreijährigen spezialärztlichen Ausbildung an der HNO-Klinik Zürich unter Prof. Dr. med. F. Nager. Es folgten kürzere Studienaufenthalte in London bei Negus, in Wien bei Suchaneck, schließlich in Kiel bei A. Seiffert.
Die große Wende in seiner beruflichen Planung folgte im Anschluß an einen mehrmonatigen Aufenthalt in der Abteilung für Sprach- und Stimmkranke unter Prof. M. Nadoleczny. Dieser Studienaufenthalt führte zum Wunsch, sich weitmöglichst der Phoniatrie zu widmen. Die Zeit war aber noch nicht reif, sich allein diesem Fach widmen zu können, so daß er gezwungenermaßen neben der Phoniatrie sich auch eine fachärztliche Praxis für HNO aufbauen mußte. Dank dem Entgegenkommen seines früheren Lehrers und Chefs, Prof. Dr. med. F. Nager, wurde ihm kurz nach seiner Etablierung ermöglicht, eine poliklinische Ambulanz für Sprach- und Stimmkranke an der HNO-Klinik einzurichten. 1936 wurde auf regierungsrätlichen Beschluß für ihn eine besondere Hilfsarztstelle geschaffen. Während all diesen Jahren mußte Luchsinger in äußerst bescheidenen räumlichen Verhältnissen arbeiten. Vergleicht man die Einrichtungen und Räume moderner phoniatrischer Stationen, so ist es fast unfaßbar, wie neben der eigentlichen Behandlung von Stimm- und Sprachgestörten eine große wissenschaftliche Tätigkeit überhaupt möglich war. Wir denken ehrend auch an seine langjährige Mitarbeiterin Frau Elisabeth Otto. Sie war nicht nur treue und fachkundige Mitarbeiterin. Sie trug auch mit an den vielen Erschwernissen und Widerwärtigkeiten, mit welchen Luchsinger immer kämpfen mußte
1942 erfolgte seine Habilitierung, basierend auf seiner Arbeit ,,Untersuchungen über die Klangfarbe der menschlichen Stimme“. Innerhalb der medizinischen Fakultät hielt er Vorlesungen über Sprach- und Stimmkrankheiten bis 1954.
Für alle, die Luchsinger und seine Forschungsarbeit kannten, war es schmerzlich zu hören, daß er einem Rufe für einen Lehrstuhl für Phoniatric nach Johannesburg in Südafrika folgte. Nicht nur seine Schweizer Freunde, sondern eine Reihe hervorragender Hochschuldozenten in Deutschland versuchten, dies abzuwenden. Selbst vom Ausland her wurde versucht, seine Stellung an der HNO-Klinik zu verbessern, auch ihm günstigere Arbeitsverhältnisse zu erwirken. Leider umsonst. Wie wenig an zuständigen Stellen die Bedeutung der Phoniatrie erkannt wurde und wie wenig man gewillt war, der Phoniatrie die nötigen räumlichen und instrumentellen Mittel zur Verfügung zu stellen, zeigte dann die nachfolgende Entwicklung.
Was prophezeit war, traf nur allzu schnell ein. Daß sich Luchsinger in Südafrika in seinem Alter in einem völlig neuen Sprachgebiet wohlfühlen könnte, daran dachte im Ernst niemand. So war man auch nicht erstaunt, als er bereits nach einigen Wochen wieder nach Zürich zurückkehrte. An der HNO-Klinik zeigte man aber keinerlei Entgegenkommen, und er mußte zusehen, wie man sein Aufbauwerk vergaß und die Leitung seines von ihm aufgebauten Institutes Ärzten überließ, die über keine phoniatrische Fachausbildung verfügten. Besonders hart traf ihn das für uns alle auch Unverständliche, daß man die Abteilung für Stimm- und Sprachkranke letzten Endes einer Nichtmedizinakademikerin, einer Philologin und Logopädin, PD Dr. phil. Cécile Schwarz, überließ. Diese Wahl erleuchtete schlagartig die Situation, daß in Medizinerkreisen noch immer die Unterscheidung zwischen der ärztlichen Phoniatrie und der Logopädie nicht genügend bekannt war.
Anstelle der Wiedereinsetzung in sein früheres Amt wurde die Leitung dieser Abteilung einem Kinderarzt überlassen, seit 1960 der erwähnten Logopädin. Dies an einer Universitätsklinik! Der Gerechtigkeit halber ist anzuführen, daß nach Rücktritt des Klinikdirektors Prof. Dr. med. L. Rüedi Prof. Dr. H. Spöndlin als neuer Leiter der HNO-Poliklinik sich vermehrt phoniatrischer Fragen annahm und versuchte, in den gegebenen Verhältnissen das mögliche zu erreichen. So wurde auch aus dieser Sicht sein Wegzug nach Innsbruck bedauert. Er folgte einem Ruf zum Ordinarius und Direktor der dortigen HNO-Universitätsklinik, Nach Durchsicht des wissenschaftlichen Gesamtwerkes von Luchsinger wird ersichtlich, daß er nach seiner Rückkehr nach Zürich unverdrossen weitergearbeitet hat, bis ihn gesundheitliche Störungen zwangen, sich völlig zur Ruhe zu setzen.

Es bedeutete ihm immerhin eine große Genugtuung, daß der Basler Ordinarius und Direktor der dortigen HNO-Klinik. Prof. Dr. med. E. Lüscher, ihn 1966 an seine Klinik berief, um in wenigstens bescheidenem Rahmen als Consiliarius für Phoniatrie zu wirken, doch mußte er schon nach wenigen Jahren aus Gesundheitsgründen sich von dieser Tätigkeit wieder zurückziehen. Luchsinger gehört neben Tarneaud/Paris und Seeman/Prag auch zu den Gründern der ,,Folia Phoniatrica“.

An empfangenen Ehrungen für sein wissenschaftliches Wirken fehlte es ihm nicht. Die Internationale Gesellschaft für Logopädie und Phoniatrie wählte ihn für die Zeit von 1953 bis 1956 zu ihrem Präsidenten. Bei Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Deutschsprachigen Phoniater wurde er 1963 als deren erster Vorsitzender gewählt.
Die von ihm gegründete Schweizerische Gesellschaft für Phoniatrie, Logopädie und Audiologie ernannte ihn vor wenigen Jahren zu ihrem Ehrenpräsidenten. Die Argentinische und Italienische Gesellschaft für Phoniatrie, ebenfalls die New Yorker Gesellschaft für Sprach- und Stimmheilkunde sowie die Sociedade Oto-Rhino-Laryngologia de Rio de Janeiro ehrten ihn durch Ernennung zu ihrem Ehrenmitglied.
Die gleiche Ehrung erfuhr Luchsinger anläßlich der Feier seines 70. Geburtstages durch die Deutsche Gesellschaft für Sprach- und Stimmheilkunde, Eine Reihe weiterer Fachgesellschaften ernannte ihn zu ihrem korrespondierenden Mitglied. Anläßlich der Jahrestagung 1971 verlieh ihm das Preisrichterkollegium der Deutschen Gesellschaft für Hais-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie den Ludwig-Haymann-Preis. Luchsinger durfte noch erleben, und dies bedeutete für ihn eine große Genugtuung, daß Dr. med. Thomas Spillmann nach Abschluß seiner HNO-Ausbildung sich zu Prof. Dr. med. P. Biesalski, Direktor der Universitätsklinik für Kommunikationsstörungen in Mainz, begab und sich während zwei Jahren zum Facharzt für Phoniatrie ausbildete. Nach seiner Rückkehr 1975 übernahm er die Leitung der audiologisch-phoniatrischen Abteilung der Zürcher HNO-Klinik. Spillmanns konziliantes Wesen half mit, eine sehr schöne Zusammenarbeit mit der neurologischen, medizinischen sowie pädiatrischen Universitätsklinik zu erreichen. Nicht unerwähnt sei auch die Zusammenarbeit mit der Kieferchirurgie. Am wichtigsten wohl ist die gegenwärtig gute Zusammenarbeit auch mit der klinisch/logopädischen Station unter Leitung von Frau PD Dr. phil. C. Schwarz. Frau Schwarz hat sich ganz besonders der Aphasiologie angenommen.
Spillmann ist auch, gemeinsam mit seinem nunmehrigen Fachkollegen Zwahlen, an der Ausbildung der Logopäden bei der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Logopädie und dem Zürcher Heilpädagogischen Seminar, Logopädenausbildungsstelle, eng verbunden.
Luchsingers große Pionierarbeit, das möge ihn sicher freuen, hat letztendlich auch an seinem Wirkungsort gute Früchte getragen.

Schon bald nach seiner Wahl als neuer Chefarzt der HNO-Klinik am Kantonsspital Luzern versuchte Prof. Dr. med. Kurt Graf, seiner Klinik eine phoniatrische Abteilung anzugliedern. Seine Bestrebungen fielen genau in die Zeit der phoniatrischen Vakanz in Zürich. Es war eine glückliche Fügung, daß es Graf gelang, den tschechischen Altmeister Seeman dazu zu bewegen, 1967 einen seiner Schüler mit der schönen Aufgabe zu betrauen, in Luzern eine moderne phoniatrische Abteilung aufzubauen, nämlich Dr. med. Karel Vrticka. In unermüdlichem Einsatz gelang es Vrticka, dieses Ziel zu erreichen. Anläßlich des 10-jährigen Jubiläums der Luzerner Phoniatrie wurden sowohl Graf als auch Vrticka dadurch geehrt, daß aus der ganzen Schweiz, auch aus dem uns umgebenden Ausland, ein großer Freundeskreis zusammenströmte.

In diesen kurzen Jahren gelang es Vrticka, ein großes regionales phoniaterisches Zentrum aufzubauen. Eine Reihe HNO-Ärzte hat kürzer oder länger mit großem Gewinn an seiner Abteilung geweilt. Eine erstaunlich reiche Vortragstätigkeit entfaltete er nicht nur im Inland, sondern auch weitherum im uns umgebenden Ausland. Auch möchten wir seine vielen von ihm durchgeführten Fortbildungskurse für Logopäden erwähnen, in welchen er sich ganz besonders der Behandlung von Stimmkranken und Stotterern annahm. Zwei seiner Schüler mögen hier besonders erwähnt werden.

Dr. med. Joseph Sopko hat sich an seiner Abteilung zum Phoniater ausgebildet und wurde anschließend beauftragt, an der Basler HNO-Klinik (Direktor: Prof. Dr. med. R. C. Pfaltz) eine phoniatrische Abteilung aufzubauen, nachdem seit dem Weggang von Luchsinger auch dort eine Vakanz vorlag. Dies gelang Sopko in zielbewußter Arbeit, und er hat sich in kurzer Zeit nicht nur das Vertrauen von Ärzten, sondern auch von Logopäden erarbeitet. Für die übrige Schweiz vorbildlich gelang es Sopko, mit den führenden Logopädenpersönlichkeiten in eine fruchtbare Zusammenarbeit zu treten. In direkter Folge berief man ihn schließlich zum Koordinator aller medizinischen Maßnahmen im Rahmen der baselstädtischen logopädischen Betreuung. Ebenso vertritt er die Phoniatrie in allen maßgeblichen Behörden, besonders auch bei der Logopädenausbildung. Ein besonderes Vorkommnis an der Basler Klinik darf hier nicht unerwähnt bleiben: Der stellvertretende Direktor, Herr Prof. Dr. med. Werner Wey, hat sich, in der Schweiz führend, sehr um die Probleme der Laryngektomierten gekümmert und war maßgeblich beteiligt an der Gründung der baslerischen Kehlkopflosen-Vereinigung. Die nachfolgende Gründung der Union der schweizerischen Vereinigungen der Kehlkopflosen darf als ein persönliches Werk angesehen werden. In Würdigung seiner Verdienste wurde ihm 1977 der ,,Dr. Dora-Seif-Preis“ verliehen.

Als jüngster Schüler Vrtickas hat sich Dr. med. Hans Zwahlen in Winterthur niedergelassen. Herr Zwahlen ist der erste, der sich in ambulanter Praxis rein der Phoniatrie, inkl. Pädoaudiologie, annehmen will. Für schweizerische Verhältnisse ein mutiges Unternehmen! Seine HNO-Ausbildung erhielt er an den HNO-Kliniken Luzern und Zürich, unterbrochen durch eine einjährige Assistentenzeit beim Kinderpsychiatrischen Dienst des Kantons Zürich
Seit seiner Niederlassung ist er Consiliararzt der kantonalen Gehörlosenschule sowie Lehrbeauftragter bei der Logopädenausbildung des Heilpädagogischen Seminars und der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Logopädie. Er wirkte maßgeblich mit bei der Reorganisation des Logopädischen Dienstes des Kantons Zürich. Er promovierte mit einer Dissertation über phoniatrische Aspekte der Lese- und Rechtschreibschwäche. welche große Beachtung fand.

Wenn es auch in Luzern gelungen ist, ein großes phoniatrisches Regionalzentrum zu schaffen, so fehlte doch die Vertretung der Phoniatrie seit dem Weggang von Luchsinger an unseren Universitäts-HNO-Kliniken vollständig. Dem Berner Ordinarius und Direktor der dortigen Universitäts-HNO-Klinik, Prof. Dr. med. Franz Escher, kommt deshalb das große Verdienst zu, daß er diese Lücke erkannte und versuchte, dieselbe durch Schaffung einer phoniatrisch/audiologischen Abteilung an seiner Klinik zu schließen. So hatte er mit dem in München tätigen Phoniater Ernst Loebell die nötigen Kontakte aufgenommen, worauf dann am 26.5.1970 Loebell unter Ernennung zum Ordinarius ad personam auf das neuerrichtete Extraordinariat für Phono-Audiologie an der Medizinischen Fakultät berufen wurde.
Ernst Loebell wurde am 24. Juli 1928 als Sohn von Prof. Dr. med. et Dr. med. dent. h. c. Helmut Loebell, Direktor der dortigen Universitäts-HNO-Klinik, in Marburg geboren. 1937 übersiedelte die Familie nach Münster/ Westfalen. Seine Mittelschulzeit durchlief er noch während der schweren Kriegsjahre. Die damaligen Erschwernisse führten auch dazu, daß er erst 1947 sein Medizinstudium in Marburg aufnehmen konnte. Fortsetzung des Studiums in Münster/Westfalen, wo er 1954 das medizinische Staatsexamen abschloß und im gleichen Jahre zum Dr. med. promovierte. Anschließend unter dem Read-Ärzte-Austausch-Programm 13-monatiger Aufenthalt in den USA. Ab 1956 Fachausbildung an der Universitäts-HNO-Klinik in München. 1958 wurde Loebell mit der Leitung der Abteilung für Hör-. Stimm- und Sprachkranke der dortigen Klinik beauftragt. ebenso hat es sich seit dieser Zeit mit der Ausbildung von Logopäden befaßt. 1962 Lehrauftrag für Hör-, Stimm- und Sprachheilkunde. 1965 hat Loebell einen an ihn ergangenen Ruf zur Übernahme der Leitung der Poliklinik für Stimm- und Sprachkranke der Freien Universität Berlin, als Nachfolger der Professoren Gutzmann und Schilling, abgelehnt, da er bereits an der Vorarbeit zur Habilitierung in München beschäftigt war. Dieselbe erfolgte dann im Dezember 1966 für das Fach Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, unter besonderer Berücksichtigung der Hör-, Stimm- und Sprachheilkunde. 1969 Ernennung als Landarzt für Hör- und Sprachbehinderte in den Regierungsbezirken Oberbayern und Schwaben.

Nach der 1970 erfolgten Ernennung zum Ordinarius ad personam auf ein neuerrichtetes Extraordinariat für Phono-Audiologie an der Medizinischen Fakultät Bern folgte die Berufung auf den neugeschaffenen ordentlichen Lehrstuhl für Phoniatrie und Audiologie an der Universität München. Loebell hatte sich jedoch bereits für Bern entschieden und seine Stellung am 4. November 1970 mit der Besoldung eines Ordinarius und Klinikdirektors angetreten. Er blieb als beurlaubter akademischer Oberrat noch mit München in Verbindung, bis er im Februar 1973 endgültig die Berufung nach München abgelehnt und seine Stelle als akademischer Oberrat im Bayerischen Staatsdienst gekündigt hat.
Beim Amtsantritt am 4. November 1970 in Bern war Loebell bereits für Bern und auch für die Schweiz kein Unbekannter mehr. Ein Jahr vorher, an der Herbstversammlung der Schweizerischen HNO-Gesellschaft, unter dem damaligen Präsidium von O. Caprez, wurde Loebell mit der Riesenaufgabe betraut, in einer 11/2 -tätigen wissenschaftlichen Sitzung den Schweizer HNO-Kollegen die Phoniatrie als ein aus der HNO-Heilkunde herausgewachsenes eigenständiges Fachgebiet vorzustellen. Was unserem verehrten Freund Luchsinger in all seinen Jahren unerfüllt blieb, gelang Loebell in für uns alle überraschender Weise. Auch die älteren Mitglieder der Schweizerischen HNO-Gesellschaft erinnern sich nicht, je in einer solchen Vollständigkeit über ein der HNO-Heilkunde so nahestehendes Fach unterrichtet worden zu sein. So konnte er auch ein Jahr später bereits auf ein Echo weiter HNO-Kreise rechnen, und dies erleichterte ihm den Beginn eines neuen Lebensabschnittes wesentlich. Durch die tatkräftige Unterstützung der zuständigen Bundesbehörden wurde es ihm ermöglicht, in Bern eine moderne phoniatrische Abteilung personell und instrumentell aufzubauen und in kurzer Zeit wurde Bern nicht nur ein Berner, sondern auch ein richtiges Schweizer Zentrum. So verstand es Loebell auch, die Wichtigkeit der Phoniatrie bei der Ausbildung der jungen HNO-Ärzte wach werden zu lassen, und heute - fast 10 Jahre später - stellen wir fest, daß an allen Universitäts-Kliniken und den beiden gr0ßen HNO-Kliniken der Kantonsspitäler Luzern und St. Gallen phoniatrische Abteilungen angegliedert wurden. Einzelnenortes sind noch weitere Entwicklungen wünschenswert, andernorts sind nahezu alle Wünsche erfüllt worden. Unerwartet rasch hat sich Loebell in die schweizerischen Verhältnisse eingelebt. Ein ganz außerordentliches Verhandlungsgeschick entwickelte er hauptsächlich im Verkehr mit Sozialversicherungsbehörden. Bei der erst 1960 etablierten Schweizerischen Invalidenversicherung blieben Belange der Phoniatrie und Logopädie praktisch ohne ärztlichen Einfluß. Auf Initiative einiger weniger HNO-Arzte, welche an einer Entwicklung der Phoniatrie und Logopädie besonders interessiert waren, wurden 1969 die Verhandlungen mit dem zuständigen Bundesamt für Sozialversicherung aufgenommen. Die Herren Prof. Escher und Dr. Caprez konnten dann erreichen, daß einer Studiengruppe der offizielle Auftrag erteilt wurde, nötige Vorarbeiten aus phoniatrischer Sicht aufzunehmen. Wichtigste Vorarbeiten besorgten die Herren Dr. K. Tanner und Dr. O. Caprez, doch hat - bereits vor offiziellem Amtsantritt - Loebell seine guten Dienste zur Verfügung gestellt und wesentlich mitgeholfen, daß der medizinische Teil des später in Kraft gesetzten Kreisschreibens über die Behandlung von Sprachgebrechen im Rahmen der Invalidenversicherung auch im Au4and Beachtung fand.

Im Zusammenhang mit diesem Kreisschreiben wurde erstmals in Basel ein Einführungs- und Fortbildungskurs für HNO-Ärzte durchgeführt, damals noch im Rahmen der Schweizerischen Gesellschaft für Phoniatrie, Logopädie und Audiologie. Nach der Etablierung von Loebell in Bern wurden diese Kurse unter seiner Leitung unter der Ägide der Schweizerischen HNO-Gesellschaft durchgeführt. Das Kursprogramm erfuhr eine wesentliche Erweiterung und alle Kursteilnehmer konnten persönlich reichen Gewinn davontragen. Leider haben dann später aus anderweitigen Gründen diese Kurse keine Fortsetzung mehr gefunden.

Loebell hat nach zwei Amtsperioden im Oktober 1978 seine Stelle verlassen; über seinen neuen Wirkungskreis wird erst später berichtet werden können. Im beiliegenden Verzeichnis seiner wissenschaftlichen Arbeiten wird Zeugnis abgelegt über seine wissenschaftliche Tätigkeit während dieser acht Jahre.

Die Assistenten der Berner HNO-Klinik haben alle eine vorgeschriebene Zeit an der phoniatrischen Abteilung verbracht. Bereits 1965 übernahm Loebell die Redaktion der internationalen Fachzeitschrift,, Folia Phoniatrica“. Die Deutsche Gesellschaft für Sprach- und Stimmheilkunde wählte ihn zu ihrem Präsidenten von 1971 - Ende 1975. Seit dem Herbst 1971 ist Loebell Vizepräsident der Schweizerischen Gesellschaft für Phoniatrie, Logopädie und Audiologie. Im August 1977 wurde Loebell zum Präsidenten der Internationalen Gesellschaft für Logopädie und Phoniatrie (IALP) ernannt. Die Arbeitsgemeinschaft der Deutschsprachigen Phoniater wählte Loebell bereits zweimal zu ihrem Vorsitzenden. Im Frühjahr 1969 wurde Loebell zum Mitglied des Collége International de Phonologie Experimentale ernannt. Der Bund Schweizerischer Schwerhörigenvereine ernannte ihn zum Präsidenten der Hörmittelkommission sowie der Fachkommission für Ausbildung von Schwerhörigenlehrern.

Eine Reihe Ehrungen aus dem Ausland ist ihm zugekommen. So wurde er Ehrenmitglied der Ungarischen Gesellschaft für Phonetik, Phoniatrie und Logopädie sowie korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Gesellschaft für Phoniatrie und Logopädie und der Griechischen Gesellschaft für Neurologie und Oto-Rhino-Laryngologie.

Dr. med. D. Padovani war sechs Jahre als Assistent und Oberarzt engster Mitarbeiter von Loebell. Padovani widmete sich 31/2 Jahre der allgemeinen Chirurgie, anschließend absolvierte er seine HNO-Fachausbildung an der Basler Klinik. Während seiner Berner Zeit lag sein Schwergewicht bei der Forschung über ein Entwicklungssystem zur Diagnose und Verfolgung der Entwicklung vor allem der Dysphonien durch computerisierte Auswertung der Sonographie (Teilresultate wurden bereits publiziert). Große Anerkennung fanden seine Vorträge und Ausbildungskurse über Dysphonien, Balbuties und Nasalität. wo er eigene Therapiemethoden entwickelte.

Bereits vor 120 Jahren wurde in St. Gallen die heute noch existierende Taubstummenanstalt gegründet. Anfänglich nahm man sich in Einzelfällen noch Sprachgebrechlicher an. Aber erst mit dem Rückgang der Zahl der Taubstummen wurden in den Dreißiger Jahren immer mehr sprachgebrechliche Kinder aufgenommen. Von diesem Haus aus strahlte regional allmählich ein logopädischer Dienst für die Ostschweiz aus. Bis dahin fehlte aber noch ein eigentliches phoniatrisches Zentrum. Nach dem Berner Vorbild suchte auch der jetzige Chefarzt der HNO-Klinik am Kantonsspital St. Gallen, Prof. Dr. med. H. Struppfer nach einer lokalen Lösung, bis 1973, PD Dr. med. G. Böhme, seine Tätigkeit als Leitender Arzt der Abteilung für Gehör-, Sprach- und Stimmheilkunde übernahm. Böhme hatte dann Gelegenheit, mit der Erstellung eines modernen Neubaues gleichzeitig seine Abteilung instrumentell und personell seinen Wünschen entsprechend auszubauen. Neben St. Gallen hat Böhme aber noch Verpflichtungen in München beibehalten, wobei aber das Hauptgewicht seiner Tätigkeit auf St. Gallen gelegt worden ist. In den wenigen Jahren seiner bisherigen St. Galler Tätigkeit widmete er sich sehr intensiv dem wissenschaftlich/publizistischen Gebiete. So erschienen seit 1974 allein sechs Lehrbücher. Die beiliegende Liste seiner wissenschaftlichen Publikationen gibt Zeugnis seiner großen Aktivität.

Frau Dr. med. Marcella Valenta führt seit 1976 in St. Gallen eine mehrheitlich phoniatrische Tätigkeit in freier Praxis aus.
Ihre phoniatrische Ausbildung genoß sie noch in Prag bei Seeman und Sedlácková. Vor ihrer St. Galler Tätigkeit war sie Assistentin und Oberärztin an der phoniatrischen Abteilung in Bern, welche Tätigkeit sie mit einem kleineren Teilpensum seit ihrer Etablierung in St. Gallen noch weiterführt.

In der französischsprachigen Schweiz hat sich. wie bereits früher erwähnt, Dr. André Muller in seiner Praxis nebenamtlich noch sehr der Phoniatrie gewidmet. Besonders hervorzuheben ist seine Lehrtätigkeit an der Faculte’ de Psychologie et des Sciences de l’Education an der Universität Genf. Die französischsprechende Schweiz verdankt Muller in der Förderung der Phoniatrie und Logopädie sehr viel.

Schließlich aber hat Frau Dr. med. Mary-Louise Duoit-Dixon neben ihrer HNO-Ausbildung eine ebensolche in Audiophonologie bei Lafon in Besancon durchlaufen. Sie schloß ihre dortigen Studien mit einer Dissertation über ,,Contribution electro-cochléographique au diagnostic de 6 cas de tumeurs rétro-cochléaires“ ab.

Ende Dezember 1975 erleichterte ihr ein entsprechender kantonaler Regierungsentscheid die Errichtung einer Abteilung für Audiophonologie an der Lausanner Universitäts-HNO-Klinik (Direktor: Prof. Dr. med. M. Savary). In den wenigen Jahren ihrer Tätigkeit gelang es Frau Dutoit, in Lausanne ein für den französischsprechenden Teil äquivalentes phoniatrisches Zentrum auf der Ebene einer Universitätsklinik zu schaffen, wofür wir ihr alle wissen.

Die letzte Lücke bei der Besetzung von Phoniaterstellen an den großen HNO-Kliniken ist nun auch in Genf geschlossen worden. Dr. med. Michel Oueloz hat nach seiner Fachausbildung in HNO einen längeren Studienaufenthalt bei Loebell in Bern angeschlossen, schließlich in Prag bei Sedlácek.

Seit 1975 arbeitete er an der dortigen Universitäts-HNO-Klinik als Consiliarius für Phoniatrie.

Ergänzung von J. Wendler
Nach dem 2. Weltkrieg begann Dr. med. O. Caprez, Chefarzt der HNO-Abteilung in Chur, mit dem Aufbau eines phoniatrisch-logopädischen Dienstes in Graubünden. Dabei waren vor allem große Sprachprobleme zu überwinden, z. B. in Bezug auf das Rätoromanische, das weder als einheitliche Lautsprache noch als solche Schriftsprache existiert. Einzelne Talschaftsdialekte haben hier den Charakter von Hochsprachen. Caprez gelang es, entsprechende Übungsmaterialen und auch Tonbänder für sprachaudiometrische Untersuchungen in den einzelnen Dialekten zusammenzustellen. Als Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Phoniatrie, Logopädie und Audiologie erwarb sich Caprez große Verdienste um die Entwicklung und die Organisation der Phoniatrie in der Schweiz. Auch seine Aktivität als Generalsekretär der UEP zeugt von hohem Einsatz für das Fachgebiet.


Literatur

Bücher
Böhme, G.: Stimm-, Sprech- und Sprachstörungen. Stuttgart: Fischer 1974 Böhme, G.: Methoden zur Untersuchung der Sprache, des Sprechens und der Stimme. Stuttgart: Fischer 1978.
Luchsinger, R.; Arnold, G.E.: Lehrbuch der Stimm- und Sprachheilkunde.Wien: Springer 1949; 2. Aufl. Wien: Springer 1959. Luchsinger, R.; Arnold, G. E.: Hdb. der Stimm- und Sprachheilkunde. Wien, New York: Springer 1970.

Monographien, Habilitationsschriften und Buchbeiträge
Böhme, G.: Die Stimmnorm aus phoniatrischer Sicht. In: Sprach- und Sprechnormen. Hrsg. von J. Lotzmann. Heidelberg: Groose 1974.
Böhme, G.: Hör- und Sprachstörungen bei Mehrfachschädigungen im Kindesalter. Stuttgart: Fischer 1976.
Böhme, G.: Das Stottersyndrom. Stuttgart: Fischer 1977.
Loebell. E.: Rehabilitation von Hör-, Stimm- und Sprachgestörten. In: K. A. Jochheim u. J. F. Scholz: Hdb. der Rehabilitation. Bd. II. Stuttgart: Thieme 1975.

Zeitschriftenartikel
Böhme, G.; Thiele, H.: Über Histidinämie und Phenylketonurie vom Standpunkt des Phoniaters. Folia phoniat. 25 (1973), 214-220.
Böhme, G.: Das Stottersyndrom. Eine medizinisch-verhaltens-analytische Konzeption. Arch. klin. exp. Ohr-usw. Heilk. 205 (1973), 384-387,
Böhme, G,: Angewandte Phoniatrie. HNO (Berl.) 24 (1976), 94-101, 168-175, 431-438; HNO (Berl.) 25 (1977), 55-64, 131-136, 283-290.
Böhme, G.: Die zerebellare Dysarthrie. HNO (Berl.) 25 (1977), 436-438. Dutoit-Dixon, M.-L.: La dysphonie et son exploration fonctionnelle. Medecine et Hygiène. Octobre 1976,
Dutoit-Dixon, M.-L.: Le phoniatre et sa raison d’etre. A paraitre dans la revue Mèdicale de Suisse R
Loebell. E.: Prof. Dr. R. Luchsinger zum 70. Geburtstag. Folia phoniat. 22 (1970), 161-163.
Loebell, E.: Limitations of Phonosurgery. 1. Symp. Phonosurgery New York 1972.
Loebell, E.; Escher, F.: La conception, la programmation et la structure de la nouvelle clinique d Oto-Rhino-Laryngologie et d’Audio-Phonologie de l’Universitè de Berne. Journ. Franc. ORL, Vol. 21, No. 8 (1972),
Loebell, E.: Experimentelle Untersuchungen über den Einfluß des Hörens auf die Stimmlippenfunktion. Proc. XV. IALP Congr. Buenos-Aires (1972), 169-171.
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Addendum
by Karel Vrticka, Lucerne

Presenting this text which shortly updates the recent developments and overviews the actual stand of the phoniatrics in Switzerland, I am thankfully remembering the late Dr. Oskar Caprez who summarized the early history of Swiss phoniatrics in his detailed and sprightly critical article in the Festschrift which was edited in Berlin in 1980 on the occasion of an International Symposium “75 years of Phoniatrics” in the honor of Hermann Gutzmann sen.

Not only the beginnings but also the recent developments of our specialty in Switzerland have been characterized by extreme fluctuations with numerous ups and downs. The names of Professor Max Nadoleczny and Professor Richard Luchsinger were world-wide well-known at their lifetimes already by their scientific publications as well as educational and organization activities. However, in the late sixties of the twentieth century, the everyday phoniatric service in Switzerland was at one of the deepest downs.

In 1954 Professor R. Luchsinger had left his Phoniatric division at the University ENT Clinic in Zurich concentrating himself on his scientific work and his private practice and was after 1966 only two hours weekly phoniatric consultant at the University ENT Clinic in Basel. His former university service in Zurich has been taken over and lead for years by a non-medical head. It was the merit of several interested otorhinolaryngologists enthusiastic about phoniatrics such as Dr. O. Caprez (Chur), Prof. K. Graf (Lucerne), Dr. K. Kistler and Dr. M. Meister (Zurich), Dr. A. Muller and J.-P. de Reynier(Lausanne), Prof. J.-P. Secrétan (Neuchâtel), Prof. H. Spöndlin (Zurich), Dr. K. Tanner (Liestal) and Prof. Dr. W. Wey (Basel), who compensated for this quasi-total absence of phoniatric centers in German-, French- and Retoroman-speaking parts of Switzerland and guaranteed that our medical specialty continued to exist in this country (the Italian-speaking part of Switzerland, the Tessin, was oriented either to the German- and French-speaking centers or those in Italy).

Recent history: After a short visit in 1966, the author of this text moved definitively to Switzerland in 1967on the initiative of Prof. Dr. K. Graf with the commitment to found and to lead the phoniatric division of his ENT Clinic at the Cantonal Hospital in Lucerne (which was at that time the only full-time phoniatric institution in Switzerland) and to train young Swiss ENT colleagues in phoniatrics. With his postgraduate training as collaborator of the oldmaster of European phoniatrics Prof. M. Seeman and by Prof. E. Sedlá?ková in the Phoniatric Laboratory at the Medical Faculty of the Charles University in Prague and by Prof. J.-C. Lafon and Dr. G. Cornut as assistant étranger de l’Institut d’Audiophonologie de la Faculté de Médicine of the University in Lyon, the phoniatric division in Lucerne possessed from the very beginning the scientific and language fundaments for intensive and extensive contacts with both German- and French-speaking Swiss colleagues, centers and organizations. Dr. H. Zwahlen, Dr. H.-L. Giger, Prof. J. Sopko, Dr. A. Sommerhalder and Dr. V Schweizer started their postgraduate phoniatric training in Lucerne, shared the diagnostic, therapeutic, research and publication work focused on voice disorders, vocal rehabilitation after total laryngectomy and velopharyngeal insufficiency but including the whole field of spoken and written verbal communication and offered their support for three international symposia and numerous postgraduate courses for ENT colleagues and speech therapists organized by this institution. Since 1968, lectures have been given at the University of Fribourg and at several institutions in Zurich training speech therapists.

The history of the Division of Phono-Audiology at the University ENT clinic in Berne under Professor Ernst Loebell during the years 1970 till 1978 was already summarized in Dr. O. Caprez’s above mentioned review of 1980.

Professor E. Loebell built up a large clinical institute and laid the foundation for the regulations of the social insurance in the field of voice, speech and language disorders (which unfortunately were partially revised in the recent years). Between 1988 and 1996, Dr. Sandra Lahovary was in charge of the Phoniatric division being supported by Dr. Marcella Valenta and Dr. Maria Mullis Gadient. As another down in the development of Swiss phoniatrics, only an ENT supervision was guaranteed in the following years 1996 till 1999. We are happy to welcome Assistant Professor Eberhard Seifert who has now been leading this service since January 1st, 2000.

Professor Gerhard Boehme from Munich accepted 1973 a half-time appointment as the head of the Audiologic and phoniatric division of the ENT Clinic in St. Gallen where he introduced modern phoniatric examination methods and continued his wide publishing activities. His successor is Dr. Michael Hoffmann who has been in charge of both the audiologic and phoniatric work, since 1986.

1975 may be evoked as the year of change for Swiss phoniatrics. During this single year, three phoniatric divisions at university ENT clinics were born.

In Basel, Dr. Joseph Sopko started his Phoniatric department at the University ENT Clinic and, as professor of ENT and phoniatrics, consequently lectures at the Medical Faculty and at the Institute for special pedagogics and psychology.

After a long and deep down, the phoniatrics in Zurich celebrated a revival. As head of the new Unit of audiology and phoniatrics at the University ENT clinic, Dr. Thomas Spillmann earns a special mention for his great merits in promoting and supporting the phoniatrics in edition to his important clinical and scientific audiologic activities. He was succeeded 1995 by Dr. Salome Zwicky and since 1996 by Dr. Daniel Jenny.

Dr. Mary-Louise Dutoit founded 1975 the Division of audiophonology at the University ENT clinic in Lausanne which had been serving as a regional phoniatric center for the whole French speaking part of Switzerland. Several decades after Professor M. Nadoleczny and Professor R. Luchsinger, Switzerland had 1983 in the person of M.-L. Dutoit again an Assistant Professor in phoniatrics. In 1989, she was succeeded in her clinical work by Dr. J. Cherpillod and since 1993 by Dr. Valérie Schweizer, but she has continued her lecturing for speech therapists in Neuchâtel till 1999 and is still in private practice.

Though well known for its high standard clinical and research work in laryngology, the University ENT Clinic in Geneva offered during the years 1976-1996 phoniatric examinations only by external consultants Dr. Michel Queloz (1976-1979) and Dr. Edouard Witzig (1979-1996) who had their private practices downtown and worked in the clinic 1990-1996 even without pay. Since 1996 Dr. Valérie Schweizer has ensured as half time member of the clinical team regular phoniatric services (with her principal basis in the Phoniatric Division of the University ENT Clinic in Lausanne).

Also since 1976, Dr. Marcella Valenta has been privately practicing in St. Gallen ensuring - after the decease of Dr. Oskar Caprez - phoniatric services for the large Eastern part of Switzerland (Canton of Grisons), too.

Between 1977 and 1996, Dr. Hans Zwahlen was privately practicing in Winterthur showing a special interest in alternative methods in the treatment of functional voice and speech disorders.

Former collaborator of Professor E. Loebell in Berne, Dr. Danielo Padovani installed himself 1978 in a private phoniatric practice in Zurich. He served also regularly the Italian speaking Southern part of Switzerland (Canton of Tessin). After his regrettable decease, Professor E. Schindler from Turin (Italy) has taken over the phoniatric activities in this region.

In 1980, Dr. Hans-Luzius Giger opened his private practice in Zurich. He has profiled himself by multiple activities in the CoMeT and in the UEP especially in the field of vocal physiology and professional voice disorders as well as swallowing disorders in children.

In 1984, Dr. Jacques Cherpillod started his private practice in down town Lausanne as well as his clinical activities in the Division of audiophonology at the University ENT Clinic.

In 1990, Dr. Albert Sommerhalder started his private practice in Lucerne concentrating himself not only on voice disorders but also on language and speech problems.

Both Dr. Giger and Dr. Sommerhalder collaborate with associated speech therapists.

Finally, 1996, Dr. Salome Zwicky and Dr. Maria Mullis Gadient opened their private practices in Schlieren near Zurich and in Berne respectively.

The cultural multiplicity which is typical of the life in Switzerland has also been reflected by its multifocally oriented contemporary phoniatrics. These have their own roots in the tradition of M. Nadoleczny and R. Luchsinger but have also profited in a substantial measure from the great phoniatric schools of M. Seeman and E. Sedlá?ková in Prague (Boehme, Queloz, Valenta, Vrticka), J.-C. Lafon, G. Cornut and M. Bouchayer in Lyon (Dutoit, Vrticka, Witzig), P. Biesalski and M. Heinemann in Mainz (Hoffmann, Spillmann, Zwicki), J. Wendler in Berlin (Jenny), E. Schönhärl and E. Kruse in Marburg (Giger), G. Kittel and U. Eyshold in Erlangen (Lahovary, Opperman), W. Pascher in Hamburg (Oppermann) as well as from A. Lamprecht-Dinnesen in Munster (Seifert), F. Frank in Vienna (Lahovary), P. Kitzing in Malmö (Sopko) and G. Woodson in Memphis, USA (Schweizer).


Research and publication activities: Although the research work of the Swiss phoniatricians has not primarily been concentrated on specific projects but was substantially based on the evaluation of clinical experience, important results as a genetic proof of the common etiology and thus the identity of the velofacial (Sedlácková, 1955) with the velo-cardio-facial (Shprintzen, 1978) syndrome were obtained by Vrticka, 1998 (in collaboration with the Institute of human genetics of the University in Zurich). A new classification of vocal diseases (Witzig et Cornut, 1986), frequency dependant intensity measurements in the vocal tract by Glaser analyzer and evaluations of relevant medical findings in voice professionals (Giger, 1984 and 1993), CT examinations of the velopharyngeal closure and of the upper esophageal sphincter in laryngectomees (Vrticka and Sommerhalder, 1983 and 1987) as well as computed nasometry in myasthenia and in patent Eustachian tubes (Schweizer, Sommerhalder and Vrticka, 1996 and 1998) have been introduced.

The most productive writer has been of course Professor G. Boehme with his numerous textbooks of phoniatrics and other publications. Assistant Professor M.-L. Dutoit published a popular textbook about the larynx and voice. In his two paperbacks brightly documented by laryngoscopic color photographs, Professor J. Sopko informed our Swiss ENT colleagues about the laryngeal and voice pathology, dealt with voice disorders in Berendes’ booklet (1987) and in further publications with psychosomatics in the ENT as well as with interrelations of medicine and music.

The excellent collaboration with the Swiss ORL society has been witnessed by numerous phoniatric publications in the Proceedings of its annual Congresses which have been published since 1976 by Professor J. Sopko as member of the editorial committee. Vrticka and collaborators contributed with 22 (one main lecture), Sopko and collaborators with 16 and Lahovary with 14 texts. Further phoniatric contributions were published by Boehme, Cherpillod, Dutoit, Giger, Hoffmann, Jenny, Mullis, Opermann, Schweizer, Sommerhalder, Spillmann, Valenta, Witzig and Zwahlen (Spillman’s numerous audiological articles and audiologic texts by other phoniatric colleagues have not been considered in this list).

Swiss phoniatricians presented important contributions at international ORL and phoniatric congresses (Vrticka communicated three main lectures to the Société Française de Phoniatrie) and they also published numerous articles in scientific periodicals as well as in different congress proceedings all over the world.

Pedagogic activities: Professorial lectures in ENT, phoniatrics at medical faculties as well as in physiology and pathology of voice, speech, language and hearing for speech therapists have been given at the Universities of Lausanne, Basel and Fribourg as well as in Neuchâtel by Assistant Professor M.-L. Dutoit, Professor J. Sopko and Professor K. Vrticka. During their postgraduate training, numerous ENT colleagues worked in turn in the clinical phoniatric divisions and six medical dissertations on phoniatric themes were realized in Lucerne by graduating medical doctors. Lectures and practical training for speech therapists have also been offered at the Faculté de Psychologie et des Sciences de l’Education in Geneva (Dr. A. Muller and Dr. E. Witzig), in Neuchâtel (Dr. V. Schweizer), at the Institute of special education in Fribourg (Dr. S. Lahovary and Dr. M. Mullis Gadient), at the Institute of special education in Zurich (Dr. M. Hoffmann, Dr. P. Oppermann, Dr. T. Spillmann, Dr. S. Zwicky and Dr. H. Zwahlen) as well as at the Swiss work-community for logopedics in Zurich. Many speech therapists completed their practical training in the clinical phoniatric divisions.

Associations: The untiring efforts of Dr. O. Caprez and the enthusiasm of Swiss phoniatricians and their ENT colleagues interested in phoniatrics were crooned by the official foundation of the Swiss Phoniatric Society in 1978 with G. Boehme, O. Caprez, M.-L. Dutoit , E. Loebell, R. Luchsinger, A. Muller, D. Padovani, M. Queloz, J. Sopko, T. Spillmann, M. Valenta, K. Vrticka and H. Zwahlen as its first members. Since 1980, the phoniatrics have been acknowledged as medical specialty on the basis of the otorhinolaryngology by the Swiss Medical Association FMH (Foederatio medicorum helveticorum). Since 1981, the so called Commission mixte unifying the representatives of medical specialties involved in diagnostics, therapy and research of normal and disturbed verbal communication (ENT, phoniatrics, pedopsychiatrics and recently also pediatrics) has been working and regularly organizing symposia on topics of common interest. Within the Commission mixte, the phoniatricians have admittedly formed the smallest group but they have represented the only medical specialty dealing exclusively with normal and disturbed verbal communication. Unfortunately, this specific role of the phoniatrics has not always been adequately respected by the larger societies even if they treat other fundamental tasks and are only marginally concerned about communication disorders.

On the basis of their fundamental postgraduate ENT training, all members of the Swiss Phoniatric Society have primarily been members of the Swiss ORL Society too. As elected members of the ORL Committee, Dr. T. Spillmann, Professor J. Sopko and Dr. E. Witzig and also – in their turn – the presidents of the Swiss Phoniatric Society as assessors regularly discussed actual phoniatric problems with the representatives of the Swiss ORL Society. Together with the close collaboration of the ORL and phoniatric members of the Commission mixte, these regular contacts of the ORL and phoniatric committees have guaranteed for co-coordinated professional politics. After an extended discussion between the ORL and phoniatric societies whether the phoniatrician is entitled to perform operative interventions, finally a simple solution was found respecting that the surgical capacities of every phoniatrician are guaranteed by his fundamental ENT training.

Members of the Swiss phoniatric society have also been very active in the Swiss phoniatric, logopedic and audiologic society (Dr. H.-L. Giger and Dr. M. Hoffmann as presidents) as well as in the corresponding Société romande d’Audiophonologie in the French-speaking part of Switzerland.

International contacts: After Professor R. Luchsinger and Professor E. Loebell (the latter organized the World Congress of the International Association of Logopedics and Phoniatrics in Interlaken 1974), Dr. André Muller was elected president and honorary member of the IALP. Professor J. Sopko is honorary member of the Slovak ORL Society. Dr. O. Caprez, Dr. H.-L. Giger, Dr. T. Spillmann and Dr. M. Valenta were responsible for the contacts with the society of German speaking phoniatricians and have maintained the links to the Union of European Phoniatricians. Dr. H.-L. Giger invited as president of the UEP its 1999 Congress to Lucerne where it was successfully organized by Dr. A. Sommerhalder (Congress president) and Dr. P. Oppermann (Congress secretary). Several phoniatricians from the German speaking part of Switzerland are members of German societies, those of the French speaking part as well as Professor K. Vrticka of the Société Française de Phoniatrie. Professor K. Vrticka belongs also to the group of foundation members of the Association Européenne des Centres de Phoniatrie.

Actual state: With Assistant Professor E. Seifert who will join us next, the Swiss Phoniatric Society will count 16 ordinary, 3 honorary, 7 corresponding and 1 inactive member. With the requirements of the Swiss Medical Association FMH for professional qualifications in ENT, those for the phoniatrics have been revised and introduced on January 1st, 2000 (Schweizerische Ärztezeitung Suppl. 4a, 2000). This document denominates the phoniatrics as the second “main focus” (the surgery of the head and neck being the first one) of the otorhinolaryngologic postgraduate training. It contains 1. the definition of the phoniatrics as known from the UEP statutes), 2. the requirements of a completed ENT postgraduate training and in addition a two years’ postgraduate training in phoniatrics in one of the acknowledged phoniatric postgraduate training centers in Switzerland (actually in the phoniatric divisions of the ENT clinics in Basel, Berne, Lausanne, Lucerne and Zurich) – with previous permission, one year may be completed in a comparable institution abroad – 3. an examination regulation.

As an acknowledged medical specialty on the basis of the otorhinolaryngology in the framework of the Swiss Medical Association FMH with 19 ordinary and honorary members (this number includes four University Professors), the Swiss phoniatric society is now at one of its high ups. Let’s hope that – with the generally rising tendency of the phoniatrics in whole Europe – this positive development of our specialty in Switzerland will steadily continue.

The author of this text addresses his sincere apology to those Swiss phoniatric colleagues whose functions, publications, merits and distinctions he might have omitted or forgotten to mention.